Das Teevermächtnis Ignaz Schlifnis

Bi-Bre-Ha-Jo-Scha-Scha… einigen FNLern werden die Kürzel wohl bekannt sein – es ist die Grundmischung für die Schlifi-Tees.

Es sind dies:

  • Birke
  • Brennnessel
  • Hafer
  • Johanniskraut
  • Schafgarbe
  • Ackerschachtelhalm

Diese Kräuter sind auf breiter Basis heilkräftig und sind deswgen die Basis, auf der jeder der 50 Schlifni-Tees aufbaut (bis auf den Frühstückstee).

Ignaz Schlinfi beschreibt es in seinem Lexikon „Schlag nach über Heilkräuter“ so:

„Man unterscheidet Heilpflanzen mit allgemeiner, auf den gesamten Organismus des menschlichen Körpers ausgerichteter Wirkung und solche, die gezielt auf ein bestimmtes Organ oder auf eine bestimmte Funktion einwirken.“

Das sind also die 6 Grundpflanzen. Und weiter:

„Diese sechs Drogen (oder wenigstens eine von diesen) stellen die Grundmischung dar, die in keiner Kräutermischung fehlen sollte. Gibt man sodann im Sinne der nachfolgend angeführten Rezepte Nervenkräuter zu dieser Grundmischung, hat man einen Nerventee, gibt man zur Grundmischung Herzkräuter, hat man einen Herztee und so weiter.

Was beim Zusammenstellen der Mischungen die einzelnen Mengen betrifft, so sollte man ruhig Gefühl und guten Hausverstand walten lassen. Als Regel kann gelten: Von den Kräutern der Grundmischung jeweils gleich viel, von den ersteren Kräutern laut Rezept ebenfalls die gleiche Menge, von den letzteren weniger.“

Uns steht mit den bewährten Teemischung ein wahrer Schatz, ein großes Erbe zur Verfügung, auf jeder zugreifen kann. Die Rezepte für die Teemischungen findet man in Ignaz Schlifnis „Schlag nach über Heilpflanzen“ – zu beziehen über unsere FNL-Zentrale. Nachfolgend möchten wir euch drei der beliebtesten Teerezepte mit auf den Weg geben:

 

Frauentee, Nr. 21:

Grundmischung

plus

Wohlgemut (Hb. origani)

Frauenmantel (Hb. alchemillae)

Anserine (Hb. anserinae)

Borretsch (Hb. boraginis)

Baldrian (Rad. valerianae)

Kamille (Flos chamomill. vulg.)

Melisse (Fol. melissae)

Schlehdorn (flos acac. germ.)

Faulbaum (cort. frangul.)

Quecke (Rad. graminis)

Taubnessel (Flos lamii)

Gänseblümchen (Flos bellidis)

Schlaflosigkeit, Nr. 41

Grundmischung

plus

Quendel (Hb. serpylli)

Ehrenpreis (Hb. veronicae)

Kümmel (Sem. carvi)

Gartenraute (Hb. rutae)

Baldrian (Rad. valerianae)

Taubnessel (Flos lamii)

Primel (Flos primulae)

Linde (Flos tiliae)

Fenchel (Frct. foeniculi)

 

Es gibt viele weitere Tees, wie den „Kindsmachertee“ aus Frauenmantel & Storchenschnabel, der von Männlein wie Weibleib täglich getrunken werden sollte. Weiters Tees für Blasenleiden, hohen Blutdruck, Asthma/Bronchitis/Husten/Lunge, Fieber, Gallenleiden, Leberleiden, Nervenleiden uvm.

Der mit Abstand am meisten bestellte Tee ist der

Gebursvorbereitungstee Nr. 24

Grundmischung

plus

Alant (rad. enulae)

Baldrian (Rad. valerianae)

Wiesenknopf (Rad. sanguisorb.)

Krauseminze (Hb. menthae crisp.)

Brunnenkresse (Hb. nasturtii)

Anserine (Hb. anserinae)

Silbermantel (Hb. alchemill. alp.)

Man beginnt 6 Wochen vor dem Geburstermin damit, den Tee zu trinken. Täglich zwei Tassen, in welchen 12 Stunden 1 Esslöffel Leinsamen eingeweicht wurde.

 

Die Teemischungen sind bewährt und haben schon vielen Menschen geholfen und da die Rezepte frei verfügbar sind, kann man sie sich ganz einfach selber zusammensuchen bzw in der Apotheke abmischen lassen. Wir finden, dass das Teevermächtnis Ignaz Schlifnis ein bewahrenswerter Schatz ist, den wir sehr gerne weitergeben, frei nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Wichtig ist es zu beachten, dass die Tees nicht dafür ausgelegt sind, dauerhaft getrunken zu werden, sondern im Sinne einer zeitlich begrenzten Kur (max. 21 Tage), außer der Geburtshilfe- & Frühstückstee.

In diesem Sinne wünschen wir euch viel Gesundheit und Lebensfreude,

eure Katja

 

 

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