Frühlingsbeginn

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;…

…Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 – 1875)

 

Am 20. März war Frühlingsbeginn, Tag-und-Nacht-Gleiche – ein Moment der Balance zwischen den Welten. Dazu wurden wir auch noch mit einem wunderbaren Waage-Super-Vollmond beschenkt. Ein würdiger Beginn für ein neues astrologisches Jahr, das ja immer mit dem Zeichen Widder beginnt – mit dem Planeten Mars, der energiestarken Tatkraft. Was darf nun an Ideen und lang gehegten Projekten entstehen und sozusagen das „Licht der Welt“ erblicken?

Die Natur macht es uns vor. Voller Zuversicht und Kraft schießen die verschiedensten Pflanzen hervor oder „träumen davon“ wie die Veilchen in Eduard Mörikes Frühlingsgedicht. Wir können so viel vom Pflanzenreich lernen, wenn wir genau hinsehen, besonders auf unsere sehnlichen Herzenswünsche bezogen. Während die Pflanze im finsteren Erdreich ihre Kräfte sammelt, fragt sie sich – im Gegensatz zu uns Menschen – nicht:

 

„Werd ich es da draußen schaffen? Bin ich gut genug?“

„Bin ich stark genug?“

„Was für Berechtigung hab ich, jetzt da einfach so frech meinen Kopf durch die Erde zu stecken?“

„Ich hab doch gar kein Zertifikat und keine Bescheinigung, dass ich das kann!“

„Ich warte lieber noch, bis ich genug Geld hab. Und Zeit. Ach, ich hab ja eigentlich gar keine Zeit“

„Die Umstände sind noch nicht perfekt“

„Im nächsten Frühling kann ich das auch noch machen“

 

Mir kommen diese Sätze alle bekannt vor. Die Wahrheit ist jedoch – du weißt einfach nicht, wie viele Frühlinge dir hier auf Erden noch zur Verfügung stehen. Und den perfekten Moment gibt es eben nicht – es gibt nur eines: das Jetzt. Was machst du draus? Lebst du dich? Dein Herz? Deine Leideschaft? Schenkst du dich und deine Gaben dieser Welt? Wie es die Pflanzen so selbstlos tun? Ich glaube es gibt nur eines, was zu tun ist: aus der Balance zwischen Kopf & Herz heraus, mit der Zuversicht des Pflanzenreichs im Gemüt, mutig seinem Herzen zu folgen. 🙂

Die Welt braucht im Moment mehr denn je Menschen, die aus dem Herzen heraus leben und mutig ihren Weg gehen. Und falls du das hier liest, ist die Chance hoch, dass du so jemand bist oder auf dem Weg bist, so jemand zu werden. Also wünsche ich dir nun frühlingsstarke Tatkraft – voller Vertrauen und Vorfreude, auf alles was noch kommt. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als JETZT.

Meint Eure

 

Katja aus der FNL-Zentrale

 

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