Frühlingszauber

Wir stehen mitten im Frühling. Ab jetzt sprießen die Wildkräuter, dass es eine Pracht ist. Das Angebot wird zunehmend größer, denn jeden Tag erscheinen mehr kleine grüne Wundergeschöpfe auf der Bildfläche, entweder im Garten oder draußen in Wald und Flur. Nicht vergessen: Weniger ist mehr! Aus Respekt vor unserer großen Mutter, der Natur, so wenig wie möglich sammeln, man braucht für einen Ansatz ja nicht viel. Jetzt beginnt die ideale Zeit, um Kräuterschnäpse, Kräuteröle und sonstige Kräuterdelikatessen mit jungen Kräutern herzustellen, die man dann später, in der „dunkleren“ Jahreszeit, genießen kann. Anbei ein Auszug aus unserem Gesundheitsboten | Ausgabe 2-2016.

 

 

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Veganes Bärlauchpesto

Rezept:

  • Bärlauch – trocken und ungewaschen, weil auf der Pflanzenoberseite u.a. wertvolle Hefen sitzen wie z.B. Vitamin B12
  • Mandeln und/oder Walnüsse gemahlen
  • Steinsalz natürlich und ohne Zusätze – wer mag kann auch grobes Salz verwenden
  • Hefeflocken – optional als Parmesan“ersatz“
  • Olivenöl möglichst in Rohkostqualität z.B. von ManiBläuel

Den Bärlauch fein hacken – wer hat mit einem Kermamikmesser – oder durch den Fleischwolf drehen. Alle anderen Zutaten nach eigenem Geschmack mengenmäßig dazugeben. Wichtig wenn das Pesto länger im Kühlschrank aufgehoben werden soll: auf der Oberfläche muß eine Schicht Öl schwimmen zur sauberen Konservierung. Schmeckt hervorragend zu rohen Zucchini-Spaghetti und natürlich Nudeln ;-). Sabine mischt zum Bärlauch gerne mal noch die jungen Blätter vom Giersch mit dazu – oder was halt gerade in der Nähe so wächst! Das Grundrezept kann natürlich mit jeder anderen Pflanze verwendet werden!

Guten Appetit! 

Liebe Grüße von unserer FNL- Funktionärin aus dem Lechrain

Sabine Reitinger
Am Heßlaberg 15
86943 Thaining

heilraum@sabine-reitinger.de
www.sabine-reitinger.de
https://t.me/HeilraumSabineReitinger

 

 

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Hör mal hin…

Strahlend blauer Himmel und um die 15 Grad plus – frühlingshafter konnte der März wohl kaum Einzug nehmen in das Jahr. Unter den letzten Schneedecken blitzt bereits saftiges Grün und meine Freunde, die Gänseblümchen, strecken ihre Köpfchen bereits eifrigst der Sonne entgegen und tanken neue Kraft. Ich sitze im Garten und genieße das Erwachen der Natur, doch irgendwas ist anders als sonst…

…hör mal hin…vielleicht ist es dir auch aufgefallen. Es ist ziemlich still in den Sträuchern und Bäumen, die voller Zuversicht ihre zahlreichen Knospen präsentieren. Kein Mucks, kein Geraschel, kein Gezwitscher, kein Gesang – nicht mal auf dem Haselstrauch, der bereits blüht und reichlich Pollen abgibt. Ein ungewohnt leises Einzugnehmen des neuen Lebens, wird der Lenz normalerweise mit den unterschiedlichsten Oktaven von Spatz, Meise & Co. begleitet. Und auch die Wiederkehrer aus dem Süden begleiten das Wachwerden von Mutter Erde gedämpfter als sonst.

Wo sind sie nur die Vögel? Was ist da los? Erst kürzlich habe ich gelesen, dass sich bei uns in Kärnten der Bestand der Girlitze halbiert hat und sich allgemein die Vogelpopulation in den letzten 30 Jahren bei uns um 60 Prozent verringerte. Eine traurige Statistik, die uns ALLE wachrütteln sollte und uns mehr als dringlich zur Änderung auffordert!

Doch nicht nur unseren Vögeln geht das Verhalten der Menschheit bildlich an den Kragen – auch die Insekten werden weniger und mit ihnen verringert sich auch die Vielfalt unserer wunderbaren Pflanzenwelt. Ein Teufelskreis, aus dem wir schleunigst auszubrechen aufgefordert sind, denn ohne Pflanzen – kein Leben – kein Wald – kein Sauerstoff – kein Obst – kein Same – keine Frucht – kein Tier und definitiv auch kein Mensch mehr!

Das Artensterben & Naturerhalten geht uns ALLE etwas an und jeder von uns ist in der Verantwortung den bestehenden Teufelskreis in die entgegengesetzte Richtung zu drehen und den natürlichen Kreislauf der Natur wiederherzustellen. Wir sind an einem Punkt, an dem es nicht mehr nur reicht unser „Papierl“ vom Boden aufzuheben – es ist an der Zeit ordentlich anzupacken & wieder gut zu machen.

Das Schöne ist, wir alle können dazu beitragen, mit einem Mehr an Bewusstsein auch im Kleinen gemeinsam Großes zu schaffen.

Hier ein paar Ideen:

  • Achten wir auf unsere Lebensmittel und auf die Menge, die wir wirklich brauchen. Reduzieren wir das „Wegwerfen“ und lasst uns biologisch und regional kaufen.
  • Vermeiden wir Müll und reparieren wir Kaputtgewordenes, anstatt Neues zu kaufen!
  • Lasst uns ein paar Schritte gehen, anstatt das Auto zu nutzen oder genießen wir den Frühling einfach öfters auf dem Fahrrad!
  • Licht aus, wenn die Sonne scheint! Stromsparen ist angesagt – Deckel auf den Topf, wenn Wasser gekocht wird oder die Nachhitze der Herdplatte nützen, das sind nur Kleinigkeiten, die jeder von uns machen kann.
  • Genießen wir den Garten und gestalten ihn auch einladend für unsere Freunde aus der Tierwelt (Vogelhäuschen, Insektenhotels, natürliche anstatt chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel etc.)

Lasst uns etwas tun, wir alle haben es in der Hand! Es ist höchste Zeit dafür und das pfeifen uns jahrelang schon die Spatzen vom Dach…was, wenn sie es nicht mehr tun!

Herbst 2021 . Raum St. Johann . TIROL

Volksheilkundlicher Kräuterkurs nach Ignaz Schlifni KURSSTART TIROL . Raum St. Johann .   Herbst 2021 FNL Referent: Elfriede Öfner KOSTENLOSER INFORMATIONSABEND: Im Juni 2021, genauer Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben

Bitterstoffe

Ist der Darm gesund, ist der Mensch gesund: Bitterstoffe sorgen für eine gute Darmflora. Sie fördern die Funktion der inneren Organe und sind eigentlich auch natürliche Appetitzügler. Bitterkräuter vor dem Essen auf süße Speisen hat oder gern zu viel isst.

Bittergemüse Artischocke

Es gibt kalt gepressten fertigen Saft im Naturkostladen oder in der Apotheke. Außerdem kann die Artischocke auch als Gemüse gegessen werden. Täglich entweder Gemüse gegessen werden. Täglich entweder Gemüse oder 2 bis 3 EL Saft verhelfen zu einer besseren Verdaubarkeit.

Bitterkraut Beifuß

Gehört in der kalten Jahreszeit auf jeden fetten Braten. Ohne Beifuß gibt es weder Gans noch Ente und schon gar keinen Schweinebraten. Er hilft bei der Fettverdauung. Wer das Gewürz nicht mag, muss vor einem fetten Essen zumindest eine Tasse starken Tee davon trinken.

Bittersalat Engelwurz

Die Wohltuwurzel bringt auch Wohlbefinden, selbst wenn man sich ganz und gar überessen hat. Ist es einmal zu viel geworden, dann in den nächsten Tagen Engelwurzwein verwenden – über Salat, aber auch (verdünnt) als Gesundheitsgetränk.

Bittersalat Chicoree

Kann gekocht, gebraten oder roh auf den Speisezettel. Im Tausch mit Radicchio oder bitterem Rucola sollte er täglich gegessen werden. Er unterstützt die Verdauungskräfte.

Fast schon Pflicht – Kräuteressig. Der Kräuteressig, der mit Bitterkräutern gemacht wird, ist ein reiner Gesundheitsessig zur Unterstützung der Verdauung. Eine Art Tinktur, die anstatt mit Alkohol mit Essig zubereitet wird. Immer einen biologischen Apfelessig verwenden. Jetzt im Winter, nimmt man am besten Wurzeln (bei guter Witterung frisch gegraben, oder getrocknete, die man etwas an mörsert) oder getrocknete Pflanzen, wie sie auch für Tee gebräuchlich sind.

Rezept: Kräuteressig

  • Ein verschließbares Glas mit 2 bis 3 EÖ Pflanzenmaterial locker füllen und mit etwa ½ Apfelessig auffüllen.
  • Verschließen, schütteln, damit alle Pflanzenteile befeuchtet werden und 2 bis 3 Wochen in der Küche stehen lassen. Täglich schütteln.
  • Man gießt durch einen Kaffeefilter (auch Teefilter) ab. Der Verdauungsessig kommt in kleine Schraubfläschchen. Im Kühlschrank oder kalten Keller lagern.

Wichtige Bitterkräuter:

Aloeblätter, Enzianwurzeln, Wermutkraut, Andornkraut, Angelikawurzel, Salbeiblätter, Bitterkleeblätter, Kurkumawurzel, Melissen Blätter, Schafgarbenwurzeln, Thymianblätter, Wacholderbeeren, Rosmarinnadeln, Liebstöckelwurzel, Lavendelblüten, Bibernellwurzeln, Beifusskraut, Löwenzahnwurzeln, Mariendistel-Samen, Tausendgüldenkraut, Wegwarten Wurzel, Kardamom

Bittermischung für Tee, Tinktur, Wein oder Essig

20 g Thymian

20 g Tausendgüldenkraut

30 g Löwenzahnwurzel

30 g Schafgarbe

Tee:

1 TL mit ¼ kochendem Wasser übergießen, nur 5. min. ziehen lassen.

Bitterstoffe werden über Mundschleimhaut aufgenommen. Tee vor oder nach dem Essen trinken.

Wein:

10g der Mischung mit ½ l hochprozentigem Obstschnaps übergießen.

Mindestens 4 Wochen stehen lassen, zwischendurch immer wieder schütteln.

Durch einen Filter abgießen. Vor dem Essen und abends (zur Leberpflege) 15 bis 20 Tropfen nehmen.

Essig:

1 EL mit ¼ l Essig übergießen. 2 bis 3 Wochen ziehen lassen, Abseihen und kleine Gläschen vor üppigem Essen trinken (Essig verdünnen).

Achtung: keine Bitterstoffe verwenden bei Durchfall, Magengeschwüren und Darmgeschwüren.

 

 

 

 

 

 

 

 

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