Erstaunlich oder?

Das verlängerte Wochenende und die Möglichkeit, endlich wieder den Koffer packen zu können und dem Alltag zu entfliehen hat viele Menschen in den langersehnten Kurzurlaub ans Meer oder die Berge getrieben. Minutenlange Staumeldungen zeugten davon. Die Sehnsucht nach Veränderung, einem Bruch des Alltäglichen und der Routine ist groß und der Hunger nach neuen Eindrücken und Erlebnissen noch viel größer. Man will sich wieder einmal begeistern lassen, etwas bewundern können, ja, man will Staunen!

Doch können wir das eigentlich noch? Angeblich haben viele Erwachsene das Staunen verlernt und dieses wunderbar entrückte Gefühl bleibt nur noch unseren Kindern vorbehalten. Dabei soll STAUNEN das Schönste sein, was wir erleben können, meinte zumindest Albert Einstein, der die Fähigkeit der Begeisterung und Bewunderung ebenso essentiell empfand, wie beispielsweise Goethe oder Aristoteles. Letzterer sah in der Verwunderung gar den Anfang aller Weisheit.

Psychologen aus den USA haben das Phänomen des Staunens genauer unter die Lupe genommen und sind zu einem interessanten Schluss gekommen. STAUNEN MACHT UNS MENSCHEN BESSER! Warum das so ist – tja, staunende Menschen nehmen sich nicht so ernst. Wird unser Verständnis von der Welt und ihrer Realität für einen Moment erschüttert bzw. irritiert, sei es durch Erlebnisse in der Natur, Kunst, Musik, Religion oder auch Zwischenmenschliches, so rückt das Selbst in den Hintergrund. Man hält sich selbst nicht mehr für den Mittelpunkt der Welt, wird ehrfürchtig vor dem, was sich als höchste Wahrheit und strahlenste Schönheit offenbart.

Wir tun also Gutes, wenn wir Staunen. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Welt um uns. Ein genialer Grund sich darin zu üben, wie ich finde. Und die Welt hält so viele Möglichkeiten für uns bereit. Lassen wir uns darauf ein – Staunen wir über die Schönheit der Natur, die Vielfalt der Tier- & Pflanzenwelt, die großartigen Begegnungen mit anderen Menschen und bitte auch unbedingt über uns selbst!

Öffnen wir unsere Augen ein stückweit mehr für die Magie des Lebens und lassen wir uns überraschen, womit es uns beschenkt! Ich bin mir sicher, wir werden erstaunt sein.

Einen schönen Juni

Katrin

 

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Shower Steamer

Viele Menschen legen sich einfach in ihre Badewanne und entspannen wunderbar. Was tun, wenn man keine Badewanne hat? Dafür gibt es einen einfachen Trick, wie wir schnell und einfach aus unserem Badezimmer eine Wellnessoase schaffen. Duschbomben sind da eine gute und sehr wirksame Möglichkeit.

Duschbomben kannst du aus wenigen Zutaten rasch herstellen. Mit ätherischen Ölen ergänzt verwandelst du dein Badezimmer in einen Spa-Bereich.

Rezept:

  • 250 g Natron
  • 150 g Zitronensäure
  • 30 g Milchzucker
  • 20 g Pfeilwurzelstärke oder eine andere Stärke
  • optional kannst du auch eine Lavaerde/Heilerde verwenden
  • ätherisches Öl nach Wahl
  • etwas Öl
  • Pflanzenfarben optional wie Matcha, diverse Fruchtpulver, usw…

Die Shower Steamer oder Duschbomben sind etwas heikel in der Herstellung und benötigen etwas Fingerspitzengefühl und Geduld.

Die trockenen Zutaten werden sehr gut in einer Schüssel durchmischt. Du kannst das Pflanzenpulver auch gleich untermischen. Nun gibst du vorsichtig etwas fettes Öl hinzu. Würdest du Wasser oder Hydrolat verwenden würde es eine Reaktion zwischen dem Natron und der Zitronensäure geben, diese wollen wir unbedingt vermeiden, denn die Reaktion (schäumen) wollen wir in der Dusche erst entfachen. Darum verwenden wir für Shower Steamers oder Duschbomben fettes Öl. Es darf nur so viel hinzugegeben werden, bis die Masse die Konsistenz von feuchtem Sand erreicht hat. Jetzt kommen die ätherischen Öle dazu und diese werden nochmals sehr gut untergeknetet. Die Masse hält nicht so gut wie bei Badebomben, also wundere dich nicht. Jetzt kannst du diese in Silikonformen füllen und gut aushärten lassen. Ich gebe sie ein paar Stunden in den Kühlschrank, anschließend lassen sie sich gut ausformen. Weiters für 24 Stunden auf einem Holzbrett trocknen lassen.

Für meine Shower Steamers oder Duschbomben habe ich verschiedene Düfte verwendet. Ich habe die Menge in vier Teile aufgeteilt und unterschiedlich gefärbt und auch verschiedene Düfte verarbeitet.

  • 15 Tr. Patschuli, 10 Tr. Ylang Ylang, 5 Tr. Vanille (roten Duschbomben)
  • 10 Tr. Eucalyptus, 15 Tr. Pfefferminze (nicht Kindertauglich, grüne Duschbomben)
  • 15 Tr. Lavendel, 15 Tr. Orange (blaue Duschbomben)
  • 15 Tr. Rosmarin, 15 Tr. Bergamotte (weiße Duschbomben)

Diese Menge an ätherischen Ölen benötigst du damit der Duft sich in der Dusche so richtig entfalten kann. Ist es dir zu stark, verwende einfach etwas weniger. Bei der ersten, dritten und letzten Mischung kannst du die ätherischen Öle auch gerne etwas erhöhen, damit der Duft besser zur Geltung kommt.

Angewendet werden die Shower Steamer oder Duschbomben, in dem sie einfach in der Dusche auf den Boden gesetzt werden. Im Kontakt mit Wasser fangen sie an zu schäumen und lösen sich langsam auf und setzen die ätherischen Öle frei.

Ich gebe meine Shower Steamer in ein Gläschen in denen mal Kerzen waren. Diese Gläser sind stabil und eignen sich hervorragend für unsere Duschbomben. Zudem hast du dann auch gleich ein schönes Geschenk parat. Wichtig ist, dass du die Shower Steamer bzw. Duschbomben gut verpackst, damit die ätherischen Öle nicht entweichen.

Viel Spaß beim Nachmachen

Marlies Schneider

Referentin der FNL Kräuterakademie nach Ignaz Schlifni

 

 

Manchmal muss man nur 20 Sekunden unglaublich mutig sein

Riet der Vater seinem Sohn im Film „Ich kauf mir einen Zoo“. Es ging darum, ein Mädchen anzusprechen. Und wer kennt es nicht, dieses mulmige Gefühl im Bauch verbunden mit schwitzenden Handflächen und einem gewissen Zittern in den Knien, wenn wir vor Situationen stehen, die neu für uns sind, unvertraut, nicht gewohnt und/oder sogar beängstigend. Da muss man sich schon was trauen, die eigene innere Grenze überschreiten und sich aus der Komfortzone lösen, um den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Das „Sich-Einlassen“ auf das Ungewisse benötigt Mut, doch manchmal reichen nur wenige Sekunden und man bewirkt etwas ganz Großes!

Ins Englische übersetzt heißt Mut „Courage“, dessen Wurzel dem lateinischen Wort „Cor“ entspringt – was „Herz“ bedeutet. So könnte man also sagen, dass mutig zu sein dem gleicht, sein Leben vom Herzen her zu führen und seinem Herzimpuls zu folgen. Das Herz sehnt sich nach Neuem und nach Selbstverwirklichung, der Verstand ist es, der uns oft davon abzuhalten versucht. Er sabotiert den Mut und unser Körper reagiert mit Angst. Wir malen uns dann die schlimmsten Horrorszenarien aus, zerbrechen uns den Kopf über das, was schiefgehen könnte und machen uns Sorgen. Das macht er, da es evolutionär gesehen eine effektive Reaktion für das Überleben darstellte. Mit Herr & Frau Säbelzahntiger war immerhin nicht zu scherzen und da war Angst mit Sicherheit kein schlechter Berater.

Heutzutage bedeutet mutig zu sein aber nicht unbedingt, sich einer großen Gefahr auszusetzen. Es geht nicht darum furchtlos zu sein, es geht darum sich seiner Angst zu stellen und sie zu überwinden! Und manchmal können es ganz kleine Dinge sein, für die es sich lohnt Mut aufzubringen.

Hier ein paar Mutproben für den Alltag:

·         Einen wildfremden Menschen anlächeln.

·         In den Spiegel schauen und sich selbst ein Kompliment machen.

·         Anderen ein Kompliment machen.

·         Seine Meinung sagen und dazu stehen.

·         Auch mal „Nein“ sagen können.

·         Ein neues Kochrezept ausprobieren.

·         Seinen Mitmenschen offen sagen, wie es einem geht.

·         Einfach mal lossingen, laut & mit voller Begeisterung.

·         Kummer, Sorgen & Ängste „austanzen“.

·         Sein, wer man ist.

Angela Maxwell – eine Frau, die ihren Job kündigte, alles verkaufte, was sie besaß, sich auf den Weg machte, um zu Fuß die Welt zu erkunden, sagt: „Mut ist eigentlich kein Substantiv, sondern ein Verb, denn Mut verlangt, etwas zu tun. Den ersten Schritt nach vorn zu machen, dahin, wo die Angst sitzt. So stärken wir unsere Mut-Muskeln – und letztlich uns selbst!

Allen einen wundervollen April

wünscht Katrin aus der FNL – Zentrale

 

 

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Frühlingszauber

Wir stehen mitten im Frühling. Ab jetzt sprießen die Wildkräuter, dass es eine Pracht ist. Das Angebot wird zunehmend größer, denn jeden Tag erscheinen mehr kleine grüne Wundergeschöpfe auf der Bildfläche, entweder im Garten oder draußen in Wald und Flur. Nicht vergessen: Weniger ist mehr! Aus Respekt vor unserer großen Mutter, der Natur, so wenig wie möglich sammeln, man braucht für einen Ansatz ja nicht viel. Jetzt beginnt die ideale Zeit, um Kräuterschnäpse, Kräuteröle und sonstige Kräuterdelikatessen mit jungen Kräutern herzustellen, die man dann später, in der „dunkleren“ Jahreszeit, genießen kann. Anbei ein Auszug aus unserem Gesundheitsboten | Ausgabe 2-2016.

 

 

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Veganes Bärlauchpesto

Rezept:

  • Bärlauch – trocken und ungewaschen, weil auf der Pflanzenoberseite u.a. wertvolle Hefen sitzen wie z.B. Vitamin B12
  • Mandeln und/oder Walnüsse gemahlen
  • Steinsalz natürlich und ohne Zusätze – wer mag kann auch grobes Salz verwenden
  • Hefeflocken – optional als Parmesan“ersatz“
  • Olivenöl möglichst in Rohkostqualität z.B. von ManiBläuel

Den Bärlauch fein hacken – wer hat mit einem Kermamikmesser – oder durch den Fleischwolf drehen. Alle anderen Zutaten nach eigenem Geschmack mengenmäßig dazugeben. Wichtig wenn das Pesto länger im Kühlschrank aufgehoben werden soll: auf der Oberfläche muß eine Schicht Öl schwimmen zur sauberen Konservierung. Schmeckt hervorragend zu rohen Zucchini-Spaghetti und natürlich Nudeln ;-). Sabine mischt zum Bärlauch gerne mal noch die jungen Blätter vom Giersch mit dazu – oder was halt gerade in der Nähe so wächst! Das Grundrezept kann natürlich mit jeder anderen Pflanze verwendet werden!

Guten Appetit! 

Liebe Grüße von unserer FNL- Funktionärin aus dem Lechrain

Sabine Reitinger
Am Heßlaberg 15
86943 Thaining

heilraum@sabine-reitinger.de
www.sabine-reitinger.de
https://t.me/HeilraumSabineReitinger

 

 

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Hör mal hin…

Strahlend blauer Himmel und um die 15 Grad plus – frühlingshafter konnte der März wohl kaum Einzug nehmen in das Jahr. Unter den letzten Schneedecken blitzt bereits saftiges Grün und meine Freunde, die Gänseblümchen, strecken ihre Köpfchen bereits eifrigst der Sonne entgegen und tanken neue Kraft. Ich sitze im Garten und genieße das Erwachen der Natur, doch irgendwas ist anders als sonst…

…hör mal hin…vielleicht ist es dir auch aufgefallen. Es ist ziemlich still in den Sträuchern und Bäumen, die voller Zuversicht ihre zahlreichen Knospen präsentieren. Kein Mucks, kein Geraschel, kein Gezwitscher, kein Gesang – nicht mal auf dem Haselstrauch, der bereits blüht und reichlich Pollen abgibt. Ein ungewohnt leises Einzugnehmen des neuen Lebens, wird der Lenz normalerweise mit den unterschiedlichsten Oktaven von Spatz, Meise & Co. begleitet. Und auch die Wiederkehrer aus dem Süden begleiten das Wachwerden von Mutter Erde gedämpfter als sonst.

Wo sind sie nur die Vögel? Was ist da los? Erst kürzlich habe ich gelesen, dass sich bei uns in Kärnten der Bestand der Girlitze halbiert hat und sich allgemein die Vogelpopulation in den letzten 30 Jahren bei uns um 60 Prozent verringerte. Eine traurige Statistik, die uns ALLE wachrütteln sollte und uns mehr als dringlich zur Änderung auffordert!

Doch nicht nur unseren Vögeln geht das Verhalten der Menschheit bildlich an den Kragen – auch die Insekten werden weniger und mit ihnen verringert sich auch die Vielfalt unserer wunderbaren Pflanzenwelt. Ein Teufelskreis, aus dem wir schleunigst auszubrechen aufgefordert sind, denn ohne Pflanzen – kein Leben – kein Wald – kein Sauerstoff – kein Obst – kein Same – keine Frucht – kein Tier und definitiv auch kein Mensch mehr!

Das Artensterben & Naturerhalten geht uns ALLE etwas an und jeder von uns ist in der Verantwortung den bestehenden Teufelskreis in die entgegengesetzte Richtung zu drehen und den natürlichen Kreislauf der Natur wiederherzustellen. Wir sind an einem Punkt, an dem es nicht mehr nur reicht unser „Papierl“ vom Boden aufzuheben – es ist an der Zeit ordentlich anzupacken & wieder gut zu machen.

Das Schöne ist, wir alle können dazu beitragen, mit einem Mehr an Bewusstsein auch im Kleinen gemeinsam Großes zu schaffen.

Hier ein paar Ideen:

  • Achten wir auf unsere Lebensmittel und auf die Menge, die wir wirklich brauchen. Reduzieren wir das „Wegwerfen“ und lasst uns biologisch und regional kaufen.
  • Vermeiden wir Müll und reparieren wir Kaputtgewordenes, anstatt Neues zu kaufen!
  • Lasst uns ein paar Schritte gehen, anstatt das Auto zu nutzen oder genießen wir den Frühling einfach öfters auf dem Fahrrad!
  • Licht aus, wenn die Sonne scheint! Stromsparen ist angesagt – Deckel auf den Topf, wenn Wasser gekocht wird oder die Nachhitze der Herdplatte nützen, das sind nur Kleinigkeiten, die jeder von uns machen kann.
  • Genießen wir den Garten und gestalten ihn auch einladend für unsere Freunde aus der Tierwelt (Vogelhäuschen, Insektenhotels, natürliche anstatt chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel etc.)

Lasst uns etwas tun, wir alle haben es in der Hand! Es ist höchste Zeit dafür und das pfeifen uns jahrelang schon die Spatzen vom Dach…was, wenn sie es nicht mehr tun!

Bitterstoffe

Ist der Darm gesund, ist der Mensch gesund: Bitterstoffe sorgen für eine gute Darmflora. Sie fördern die Funktion der inneren Organe und sind eigentlich auch natürliche Appetitzügler. Bitterkräuter vor dem Essen auf süße Speisen hat oder gern zu viel isst.

Bittergemüse Artischocke

Es gibt kalt gepressten fertigen Saft im Naturkostladen oder in der Apotheke. Außerdem kann die Artischocke auch als Gemüse gegessen werden. Täglich entweder Gemüse gegessen werden. Täglich entweder Gemüse oder 2 bis 3 EL Saft verhelfen zu einer besseren Verdaubarkeit.

Bitterkraut Beifuß

Gehört in der kalten Jahreszeit auf jeden fetten Braten. Ohne Beifuß gibt es weder Gans noch Ente und schon gar keinen Schweinebraten. Er hilft bei der Fettverdauung. Wer das Gewürz nicht mag, muss vor einem fetten Essen zumindest eine Tasse starken Tee davon trinken.

Bittersalat Engelwurz

Die Wohltuwurzel bringt auch Wohlbefinden, selbst wenn man sich ganz und gar überessen hat. Ist es einmal zu viel geworden, dann in den nächsten Tagen Engelwurzwein verwenden – über Salat, aber auch (verdünnt) als Gesundheitsgetränk.

Bittersalat Chicoree

Kann gekocht, gebraten oder roh auf den Speisezettel. Im Tausch mit Radicchio oder bitterem Rucola sollte er täglich gegessen werden. Er unterstützt die Verdauungskräfte.

Fast schon Pflicht – Kräuteressig. Der Kräuteressig, der mit Bitterkräutern gemacht wird, ist ein reiner Gesundheitsessig zur Unterstützung der Verdauung. Eine Art Tinktur, die anstatt mit Alkohol mit Essig zubereitet wird. Immer einen biologischen Apfelessig verwenden. Jetzt im Winter, nimmt man am besten Wurzeln (bei guter Witterung frisch gegraben, oder getrocknete, die man etwas an mörsert) oder getrocknete Pflanzen, wie sie auch für Tee gebräuchlich sind.

Rezept: Kräuteressig

  • Ein verschließbares Glas mit 2 bis 3 EÖ Pflanzenmaterial locker füllen und mit etwa ½ Apfelessig auffüllen.
  • Verschließen, schütteln, damit alle Pflanzenteile befeuchtet werden und 2 bis 3 Wochen in der Küche stehen lassen. Täglich schütteln.
  • Man gießt durch einen Kaffeefilter (auch Teefilter) ab. Der Verdauungsessig kommt in kleine Schraubfläschchen. Im Kühlschrank oder kalten Keller lagern.

Wichtige Bitterkräuter:

Aloeblätter, Enzianwurzeln, Wermutkraut, Andornkraut, Angelikawurzel, Salbeiblätter, Bitterkleeblätter, Kurkumawurzel, Melissen Blätter, Schafgarbenwurzeln, Thymianblätter, Wacholderbeeren, Rosmarinnadeln, Liebstöckelwurzel, Lavendelblüten, Bibernellwurzeln, Beifusskraut, Löwenzahnwurzeln, Mariendistel-Samen, Tausendgüldenkraut, Wegwarten Wurzel, Kardamom

Bittermischung für Tee, Tinktur, Wein oder Essig

20 g Thymian

20 g Tausendgüldenkraut

30 g Löwenzahnwurzel

30 g Schafgarbe

Tee:

1 TL mit ¼ kochendem Wasser übergießen, nur 5. min. ziehen lassen.

Bitterstoffe werden über Mundschleimhaut aufgenommen. Tee vor oder nach dem Essen trinken.

Wein:

10g der Mischung mit ½ l hochprozentigem Obstschnaps übergießen.

Mindestens 4 Wochen stehen lassen, zwischendurch immer wieder schütteln.

Durch einen Filter abgießen. Vor dem Essen und abends (zur Leberpflege) 15 bis 20 Tropfen nehmen.

Essig:

1 EL mit ¼ l Essig übergießen. 2 bis 3 Wochen ziehen lassen, Abseihen und kleine Gläschen vor üppigem Essen trinken (Essig verdünnen).

Achtung: keine Bitterstoffe verwenden bei Durchfall, Magengeschwüren und Darmgeschwüren.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kräuter | Für die Liebe in Kürze

Im Kräutergarten gibt es viele Pflanzen die uns im Alltag ein guter Begleiter sind. Anbei ist ein Auszug aus unserem Gesundheitsboten Heft 3 /2019.

 

 

 

 

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Zeit für´s Vogelkino

Stundenlang könnte man ihnen zusehen: Den Singvögeln, die sich jetzt um ihre Futterhäuschen scharen. Stehen im Garten noch einige vertrockente Karden, Disteln oder Nachtkerzen, stellen sich alsbald Stieglitze ein, die Spezialisten für feine Sämereien, für die es in den meisten Fertig-Futtermischungen wenig zu holen gibt. Unsere Singvögel sind Körner – und Weichfresser.

Gutes Vogelfutter

Amseln/Drosseln: Apfelstücke, Birnenstücke, Beeren (dürfen nicht gefroren sein), Rosinen, Haferflocken, Weizenflocken, getränkt mit Fett, Wildfrüchte wie Hagebutten, Ebereschen, Holunder, Hartriegel, Weißdorn, Schlehe, Pfaffenhütchen, Schneeball und Kornelkirsche holen sich diese Vögel dirket aus den Sträuchern.

Finken: alle Arten von Sämereien, auch größere Körner, ölhaltige Samen und Früchte

Meisen: gehackte Haselnüsse und Erdnüsse mit viel Fett (am besten wäre Rindertalg, es geht aber auch Kokosfett), dazu Sonnenblumenkerne

Rotkehlchen: Nüsse, fetthaltige Getreideflocken, spezielles Futter für Insektenfresser (z.B. getrocknete Mehlwürmer)

Stieglitze: Mohnsamen, Hanfsamen, alle feinen Samen

Zaunkönige: die Weichfresser mögen fette Haferflocken und fein gehackte Nüsse, Hirse

Spatzen: alles

Wasserstelle im Garten und/oder Balkon

Auch bei Frost brauchen Vögel Wasser, gerade dann, wenn das angebotene Futter eher trocken ist. Man kann also auch im Winter durchaus Vogel-Badestellen und Trinkgefäße befüllen. Da diese schnell zu Eis erstarren, öfter kontrollieren! Das Gefieder vereist nicht – dies hat man bei langjähriger Beobachtung herausgefunden.

Grundrezept Vogelfutter – für alle Vogelarten geeignet

  • 1/2 kg Rindertalg ( vom Fleischhauer ) oder 1/2 kg Kokosfett auf dem Herd schmelzen, aber nicht zu heiß werden lassen
  • 3 EL Olivenöl dazu geben und verrühren
  • 1/2 kg Körner, Samen und Getreideflocken dazugeben Mohn, Hirse, Hanf, Sonnenblumen, Getreide, gehackte Nüsse sind geeignet, ebenso Bröselreste, Rosinen, getrocknete Beeren pder Apfelteile. Wer es besonders gut meint, mischt noch insektenhaltiges Futter darunter, vor allem getrocknete Mehlwürmer.
  • Das Futter auf einem mit Papier belegten Blech gänzlich erstarren lassen und anschließend in einige Teile schneiden. Durch die Teile bohrt man dünnen Blumendraht, schließt ihn zu einer Schlaufe und hängt damit das Vogelfutter auf oder legt es an einen von Kazen geschützen Paltz. Das selbstgemachte Fettfutter kann auch zu Knödel geformt und im Netz aufgehängt werden. Handwerklich Begabte können Pappringe mit dem Futter füllen.

Zwiebelwickel

Zwiebeln werden schon seit langem als Hausmittel bei Bronchitis, Husten, Lungen- Rippenfellentzündung, Halsentzündung, Heiserkeit, Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen, Kopfschmerzen/Migräne, Verspannungen der Wirbelsäule, entzündeten Gelenken und Insektenstichen angewandt. Sie sind entzündungshemmend, schmerzstillend, antiseptisch und stark sekretlösend. Gelten auch als pflanzliches Antibiotikum. Sogar gegen Asthma, Thrombose oder gar Krebs soll sie helfen. Die Inhaltsstoffe können lokal über die Haut aufgenommen werden, ihre flüchtigen Inhaltsstoffe gelangen über Dämpfe in unsere Körper. Die Dämpfe wirken abschwellend auf die Schleimhäute, ihre ätherischen Öle wirken antibakteriell; die Antioxidantien helfen freie Radikale zu bekämpfen.

  • Zwiebelwickel auf der Brust sind generell gut bei Erkältungen und Beschwerden der Atemwege.
  • Zwiebel in Säckchen aufs Ohr gelegt hilft gegen Ohrenschmerzen.
  • Zwiebel in Socken auf den Fußsohlen wirken reinigend und stärkend für den Körper.

-> nach der Anwendung die Zwiebel unbedingt entsorgen!

Für den Zwiebelwickel benötigt man:

1-3 Zwiebeln, Leinensäckchen, Taschentuch oder Küchenpapier, Rohwolle, weiches Tuch oder Waschhandschuh, Schal, Mütze oder Stirnband zum Fixieren, Wärmeflaschen

Kalter Zwiebelwickel:

je nach Auflagefläche werden 1-3 Zwiebeln geschält und kleingeschnitten. In ein Leinensäckchen gegeben oder ein Tuch eingeschlagen, dann mithilfe eines Nudelholzes oder Fleischklopfer zerquetscht bis der Zwiebelsaft austritt, auf den Brustbereich gelegt und mit dem Außentuch fixiert.

Warmer Zwiebelwickel:

die kleingeschnittenen Zwiebelstücke über Dampf, im Backrohr oder zwischen 2 Wärmeflaschen erwärmen (oder kurz in Öl oder Butterschmalz oder sogar ohne Fett am Herd erwärmen); dann ebenfalls in ein Tuch einschlagen und auflegen und mit Außentuch fixieren. Zusätzlich kann als Zwischenschicht eine Rohwollauflage verwendet werden oder eine Wärmeflasche aufgelegt werden (wenn es als angenehm empfunden wird). Erwärmter Zwiebel hat weniger starken Geruch als kalter Zwiebel 😉

Anwendungsdauer: mindestens 20 Minuten, kann aber auch über Nacht belassen werden, zumindest so lange es als angenehm empfunden wird. Nach der Abnahme noch 30-45 Minuten nachruhen und dabei warmhalten. Eventuell die Haut danach mit Ringelblumensalbe nachpflegen. Einmal täglich durchführen solange die Beschwerden anhalten.

Vielen Dank an Margit Grossegger für’s zur Verfügung stellen Ihres Fachwissens!

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