Liqueur de Verveine

 

Feiner Kräuterlikör aus Zitronenverbene

Schon seit längerem habe ich eine Zitronenverbene (Loislkraut oder Zitronenstrauch) – Aloysia triphylla (Aloysia citrodora) im Garten. Sie gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse – Verbenaceae. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika und ist erst seit dem 18. Jahrhundert nach Europa gekommen. Sie ist bei uns nur begrenzt winterhart und benötigt einen guten Winterschutz damit sie überlebt. Ich packe sie immer ordentlich ein und mein Stock ist inzwischen wirklich groß.
Getrocknet im Tee sind die Blätter extrem mild obwohl die frische Pflanze viel ätherisches Öl enthält, welches sehr nach Zitronen duftet. Die Pflanze wird auch in der Parfumherstellung verwendet aber auch in der Kräuterküche findet sie besonders bei Feinschmeckern und Gourmets Anwendung. Der Duft der Zitronenverbene ist erfrischend, beruhigend und sehr angenehm. Auch in der Volksheilkunde findet sie Verwendung. Ignaz Schlifni empfiehlt die Pflanze bei Husten, Blähungen, Säuremangel und bei Nervenproblemen.
Vor einiger Zeit habe ich ein Rezept für den bekannten französischen Liqueur de Verveine gefunden und dachte mir, dass ich so gerne einen Likör herstellen würde. Meine Pflanze war aber einfach zu klein und hatte nie genug zu ernten. Heuer jedoch ist sie wunderbar groß geworden und ich hatte reichlich Blätter, um diesen Likör anzusetzen. Es ist sogar reichlich davon entstanden.

Ich habe zwei Varianten gemacht und so habe ich ihn hergestellt:

Saubere und schöne Blätter der Zitronenverbene werden in ein Glas bis zu 2/3 vollgefüllt.
Dann mit 80% Ansatzkorn aufgießen und ca. zwei Wochen ausziehen lassen. Die Blätter verlieren komplett ihre Farbe und werden blass – gelblich.

Wichtig: Der Ansatz muss unbedingt dunkel stehen damit er die grüne Farbe nicht verliert. Durch Einfluss von Licht würde er bräunlich werden.
Nach ca. zwei Wochen wird abgefiltert. Die Menge abmessen und mit gleichen Teilen Wasser verdünnt. Wenn du noch weniger Alkoholgehalt haben möchtest kannst du mehr Wasser hinzugeben.

Ich habe zu 800 ml Ansatz 800 ml Wasser hinzugegeben.
Anschließend habe ich 300 gr. weißen Kandiszucker angereichert und stehen gelassen bis er sich aufgelöst hat. Durch tägliches Schütteln oder Umrühren geht dies recht rasch.

Variante II:

Für die zweite Variante gibt man gleich am Anfang zum Ansatz den Abrieb einer Zitrone hinzu.

Beachte: Bei der Zugabe des Zitronen-Abriebes wird der Likör etwas heller. Zudem kannst du mehr oder weniger Zucker verwenden. Lass deinen Ideen freien Lauf.

An sich ist der Likör trinkfertig. Aber ich empfehle dir den Liqueur de Verveine noch ein paar Wochen oder Monate reifen zu lassen. Meiner Erfahrung nach schmecken Liköre dann einfach besser.

Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL
Kräuterkurse, Kräuterwanderungen Vorarlberg
FNL Bezirksleitung Bregenz

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Neue Liebe vom Kochtopf ins Glas

 

Glücklich und zufrieden genieße ich den herrlichen Saft, hergestellt aus der Fülle frühsommerlicher Schätze unserer Gärten! Er ist mehr als nur gesund und wohlschmeckend. Darin befinden sich soviel gemeinsame Aufmerksamkeit, so viel Miteinander. „Liebe vom Kochtopf ins Glas“ Wie kommt das?
Heuer verschenkt sich die Natur in Fülle. Hier im Wald, im Garten, im aktiven Erleben kann ich in unendlicher Freude in dieser Fülle alle meine Akkus jederzeit wieder voll aufladen. Mit Vertrauen, Zuversicht, Freude, mit allen Sinnen!
Der Klarapfelbaum meines Nachbarn ist voller köstlichlicher Früchte. Er schenkt sie mir.
Eine Freundin hat wunderbare Zitronenmelisse in Fülle – sie schenkt sie mir.
Eine liebe Freundin hat viele kleine Flascherln, sie wäscht sie und schenkt sie mir.
Mein Garten hat so viele Brombeeren und Malven und es sind mehr, als ich alleine essen kann. Gemeinsam wird daraus ein Ganzes! Die Sonne gibt mir den Strom.

Also vereinen sich alleine in diesem Saft viel Achtsamkeit, Miteinander, Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung! Wir denken an uns und das verbindet! Erfrischend, belebend, gut!
Das Geschenk an uns alle: Meinen Saft, den ich mit viel Dankbarkeit in Ruhe gemacht habe, teilen wir und das ist etwas, das niemand von uns irgendwo kaufen kann.
Wir schauen aufeinander – jeder im Kleinen und gemeinsam wird es über unsere Sinne fein spürbar, dass es gut und wunderbar ist Freunde zu haben und Freundschaft zu pflegen!
Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sommer mit vielen köstlichen Impulsen und Miteinander,

herzlich Maria

FNL-Landesleiterin für den Bereich Unterkärnten

(www.schulefürlebensmentoren.at)

 

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Eine Reise durch die inneren Jahreszeiten

Unser Vereinsname „Freunde naturgemäßer Lebensweise“ inspirierte mich dazu, nachzudenken, was für mich als Frau eine naturgemäße Lebensweise bedeutet. Als erstes ist mir dazu eingefallen, dass es das naturgemäßeste und natürlichste (wenn auch manchmal herausfordnernde) Leben mit unserem Zyklus & der Fruchtbarkeit ist. Mit den hormonell bedingten Wellenbewegungen, unseren inneren Jahreszeiten sozusagen.

Die meisten Frauen in meinem Umfeld, mit denen ich mich unterhalten habe, haben in ihrem Leben zumindest ein Mal schon mit ihrem Zyklus gekämpft, viele kämpfen ständig. Manche haben ihren Zyklus durch synthetische Hormone ganz abgestellt. Ich möchte euch heute von meinem Zugang zu dem Thema erzählen, nicht zu kämpfen, sondern mit dem Fluss zu gehen. Was ich damit meine?

Unsere Gesellschaft ist im Gros auf lineares Leistungsdenken ausgerichtet und aufgebaut. Dies entspricht einem männlichen Modell. Wenn zyklische Wesen versuchen linear zu leben, verursacht das Kampf, weil man sich gegen den Fluss der natürlichen Gegebenheiten stellt. Gegen das Wirken der Hormone und gegen den eigenen Körper. Dies kann in vielfältigen Beschwerden resultieren, die dann zusammenfassend als „Frauenleiden“ klassifiziert werden und vielen Frauen das Gefühl geben, mit ihnen stimme etwas nicht – dabei ist mit ihnen alles in bester Ordnung. Es ist das System das krankt. Weil es auf konstantes Leisten ausgerichtet ist und nicht Rücksicht daruf nimmt, das Frauen eben keine „kleinen Männer“ sind, sondern rein körperlich andere Bedürfnisse haben und daraus aber auch andere Vorteile gezogen werden können, als durch die Maxime der höchstmöglichen Leistung (die übrigens Männern auch nicht gut tut).

Nun sind die meisten Frauen in unserer westlichen Gesellschaft in die Richtung geprägt, in diesem Hamsterrad mitlaufen zu müssen. Und seien wir uns ehrlich – es geht of einfach nicht anders! Die Herausforderungen zwischen Berufsleben, dem Leben als Partnerin, Mama, Tochter, pflegender Angehöriger uvm sind enorm. Was es meiner Meinung nach braucht, sind „Ruheräume“ im Alltag, wenn sie am dringendesten gebraucht werden. Wenn man sich das aus zyklus-basierter Perspektive anschaut, sind das (für die meisten Frauen) die Tage vor der Blutung und die Tage der Blutung. In der Blutung sind die Hormone Östrogen und Progesteron am Tiefststand, gleichzeitig somit auch das Energielevel und die Begeisterung dafür, mit Gegebenheiten der Leistungsgesellschaft oder auch allgemein der „Außenwelt“ in Kontakt stehen zu wollen. Der Körper gibt oftmals klare Signale zu ruhen… Bei Krämpfen im Schoßraum oder gesamten Bauchraum, Rücken, periodenbedingten Verdauungsproblemen, Kopfschmerzen, Erbrechen, starker Müdigkeit, Schwindel uvm ist es meiner Meinung nach ganz einfach nicht angezeigt, in unbequemer Kleidung und unangenehmer Haltung am Bürotisch zu sitzen und eine Aufgabe nach der anderen abzuarbeiten, wenn es über die einem im Moment verfügbaren Kräfte geht. Es ist für viele Frauen ein Kampf, der zu noch mehr Krampf führt. Dies wäre die Zeit, um Aufgaben aus der Arbeit mit nach Hause zu nehmen (Danke Corona für die Forcierung des Homeoffice). Das Unternehmen „Coexist“ in England hat genau das nach der Coronazeit eingeführt. Mit großem Erfolg! Langfristig gedacht, ist genau das der Weg, um weiblichen Angestellten die Möglichkeit zu geben, das Beste aus ihren Fähigkeiten herauszuholen. Das internationale Multimillionen-Unternehmen LinkedIn hat 2020 seinen Mitarbeiterinnen erstmals die Möglichkeit geboten, bei der österreichischen Zyklusexpertin Anna Nussbaumer einen Workshops zu besuchen, um genau diese zyklisch-hormonellen Wellenbewegungen verstehen und für den Erfolg des Unternehmens nutzen zu lernen. Italien hat vor einiger Zeit einen bezahlten 3 Tages-Periodenurlaub eingeführt. Eine Revolution. In Asien ist dies aber seit Jahrzehnten gesetzlich verankert. Wie viele Frauen aus Angst vor Nachteilen männlichen Kollegen gegenüber dieses Angebot nicht annehmen, bleibt zu sehen. Trotzdem: ein Schritt in die richtige Richtung.

Denn nur, weil es anscheinend eine kraftlose Zeit ist, heißt das nicht, dass die Kraft weg ist! Sie ist nur wo anders – dies ist eines der Geschenke der Mens: eine unvergleichbar hohe Fähigkeit seine Intuition und innere Stimme klar zu hören. Wie in der Natur ist im Winter die Kraft der Pflanzen unsichtbar unter dem Erdreich, in den Wurzeln. Für Frauen ist es nicht anders. Niemand würde im Winter daran denken, Bäume künstlich zum Blühen zu bringen, weil blühende Bäume schöner oder nützlicher sind. Sie brauchen den Winter um Kräfte für die kommenden Jahreszeiten zu sammeln, sich zu regenerieren. Ohne Sommer kein Herbst, ohne Winter kein Frühling.

Und wie es auch in den Jahreszeiten ist: nach jedem Winter kommt ein Frühling. Nach jeder Phase der Blutung, in der Frauen das Geschenk der wahren Ruhe finden können, folgt ein Frühling, in dem das Hormon Östrogen wieder aufsteigt, wie die Pflanzensäfte im März.  Mit dem steigenden Östrogenlevel steigt auch die Leistungsfähigkeit, Kommunikationsgabe/Eloquenz, Energielevel und die Fähigkeit, Dinge aus einer rationaleren Haltung zu sehen. Die nächsten zwei Wochen im Zyklus sind diesen Qualitäten gewidmet und ebnen den Weg für sensationelle Leistungen in Beruf und Privatleben – vorausgesetzt man hat sich im „inneren Winter“ ausreichend ausgeruht! Um den Eisprung herum, dem Höchststand des Östrogens, befinden sich die meisten Frauen somit auch im Höchstand ihres Wohlbefindens, ihrer Ausstrahlung, Energielevels, Sinnlichkeit usw – will doch mit der springenden Eizelle neues Leben entstehen (ungeachtet eines etwaigen Kinderwunsches). Wer sich seine wichtigen Termine, Präsentationen und Projekte, Datenights und Verpflichtungen in diese Zeit legt kann nur gewinnen.

Bevor es nach diesem inneren Frühling und Sommer Richtung Herbst geht, wo das Östrogen fällt und das  Progesteron steigt. Die Zeit der Vorbereitung auf den Winter. Der Körper braucht je näher es zur Blutung kommt, sehr viel Energie um dieses Geschehnis überhaupt in Gang zu setzen! Die Aufmerksamkeit wird vom „Außen“ abgezogen und richtet sich langsam auf innere Prozesse. Man fühlt sich vielleicht unrund oder gereizt und gleichzeitig energiegeladen. Es ist die Zeit, wo das Fühlen den Vorrang hat. Und die meisten Frauen fühlen in dieser Zeit sehr viel. Gefühle, die sonst einfach wegversteckt werden können, lassen sich nicht mehr so leicht unterdrücken, sondern wollen gesehen werden. Eine schöne Chance, sein Leben „ohne Filter“ unter die Lupe zu nehmen und zu reflektieren. Die Fähigkeiten dafür sind in der zweiten Zyklushälfte anders ausgeprägt als in der ersten. Immer mehr Frauen sind am Weg, mit dieser Kraft umgehen zu lernen. Und da darf man getrost geduldig mit sich selber sein, wurden wir doch über die Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte, als irrational und hysterisch bezeichnet, wenn sich starke Gefühle zeigten. Eine Respektlosigkeit, die gesellschaftlich vielerorts auch heute noch zu finden ist. Wer es schafft, diese Kraft, die sich auch als Wut und Gereizthat zeigen kann, anzunehmen und lernt sie zu lenken, kann unvermutete Geschenke finden. In der Archetypenlehre ist dies die Zeit der stolzen Amazone, der würdigen Kriegerin, der Zauberin. Es sind kraftvolle Worte für eine kraftvolle Phase. Es ist also die Zeit des Reflektierens, des Planens, des Grenzenziehens, aber für mich persönlich nicht unbedingt die Zeit des Umsetzens – die Zeit dafür kommt im nächsten Frühling und Sommer. Davor steht wieder die Zeit des Ruhens an,  in der man mit allen Geschenken eines vorangegangenen Zyklus in einen neuen Monat und Kreislauf startet.

Ruhen – Aufblühen – Strahlen – Reflektieren – Ruhen…

Neumond – Zunehmender Mond – Vollmond – Abnehmender Mond – Neumond…

Winter – Frühling – Sommer – Herbst – Winter…

Jeden Monat auf’s Neue. Jeden Monat den ewigen Tanz zwischen Werden und Vergehen im eigenen Körper kennenlernen, achten, nutzen und vor allem lieben (lernen).

Das ist weibliche Selbst-Kompetenz. Ohne Scham. Ohne Flüstern. Ohne Kampf. Dafür aber in Bewusstein für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und in Anerkennung für die Fähigkeiten und Geschenke die ein Leben als zyklisches Wesen mit sich bringen. Und glaubt man es oder nicht, sobald Frauen sich ihren Zyklus „zurückerobern“ und das Geschenk darin erkennen, hat es sich oft auch ganz schnell mit den „Frauenleiden“ erledigt.

Ich freue mich, dass immer mehr Frauen bewusst mit ihrem Zyklus leben und dadurch Kräfte aufschlüsseln können, deren Entdeckung vielen unserer Ahninnen verwehrt geblieben ist.

In diesen Sinne, alles Liebe,

eure Katja

 

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DIY Räucherfächer

 

Räuchern ist ein schönes Hobby und so vielseitig. Dazu ist es hilfreich, wenn man eine Feder oder Räucherfeder besitzt, um den Rauch etwas besser zu verteilen. Aber auch um die Kohle oder Glut ein klein wenig anzufachen, wenn es nötig sein sollte. Natürlich kannst du solche Federn kaufen, aber ein Räucherwedel selbstgemacht noch dazu aus Federn, die du selbst gefunden hast, ist schon etwas ganz Besonderes. Du kannst so eine Bastelarbeit auch gut mit Kindern machen. Denn als erstes musst du Federn sammeln und das kann schon ein bisschen dauern. Du kannst auch Nachbarn oder Freunde fragen ob sie dir welche sammeln, sollten sie beim Wandern oder Spazieren gehen welche finden. Weiters brauchst du ein schönes Holz. Es sollte dir gefallen und dich ansprechen, wenn du es findest. Wir haben hier hin und wieder schönes Schwemmholz welches sich hervorragend dafür eignet. Beim Sattler habe ich mir ein paar Lederstücke geholt. Diese sind für alle möglichen Basteleien zu gebrauchen.

Nun brauchst du noch Basteldraht und eine Zange. Mit dem Draht wickelst du nun deine drapierten Federn fest um den Holzstab. Anschließend legst du ein Stück Leder über die Federenden/Holzstab und mit einer Schnur oder einem Draht bindest du das Leder fest. Wir haben noch schöne Halbedelsteine aufgeklebt. Du kannst auch eine Blume des Lebens oder sonst etwas Schönes verwenden. Und schon ist dein handgefertigter ganz persönlicher Räucherfächer fertig.

Er eignet sich wunderbar für eine Raumheilung, Hausräucherung etc.

Tipp: wir suchen den ganzen Sommer über Federn oder etwas Schwemmholz damit unser Räucherfächer im Herbst fertig ist. In Tierparks oder Parkanlagen findet man auch hin und wieder schöne Federn.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

 

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Klatsch & Tratsch aus dem Wiesen-Zoo

Vergnüglich-Lehrsames über köstliche Kräuter von FNL-Referentinnen Ulrike Baldessarini & Ulrike Möderndorfer

Was hat es auf sich, dass sich Sir Bonus Henry und Frau Holle gemeinsam mit Hühnerdarm und Taubenkropf unter dem Motto „veganer Teller“ treffen?

Nach intensiven Recherchen in höchsten Pflanzenkreisen sind ein paar Fakten durchgesickert, die endlich auch das Volk wissen soll, um sie im Alltag einbauen zu können.
Sir Bonus Henry hat sich schon immer sehr wohl in Menschennähe gefühlt. Vor allem den Frauen ist er sehr zugetan, wenn sie ihm Beachtung schenken.
Sir Henry hat auch noch einen zweiten Namen unter dem er bei so mancher Kräuterfrau bekannt ist, nämlich „Guter Heinrich“. Auch bei den Adeligen ist er sehr angesehen, aber hier unter seinem „richtigen“ Namen „Blitum Bonus henricus“ aus der Familie der Amaranthaceae.
Jetzt ist seine Zeit gekommen, dass er sich zu Erkennen zeigt. Seine grüne Zipfelmütze sitzt auf einem Stängel, der mit gänsefußähnlichen Blättern umgeben ist. Das Berühren der Pflanze,die sich körnig mehlig anfühlen, das liebevolle darüberstreichen hinterlässt Spuren auf deiner Hand.
Vielleicht momentan etwas irritierend, aber am Teller als Spinat oder als Insider-Tipp für leidenschaftslose Spinatesser, kross mit etwas Öl oder Butterschmalz (noch besser) geschwenkt, ein Leckerbissen der Sonderklasse.
Seinen Namen „Guter Heinrich“ muss er immer wieder unter Beweis stellen, da er von seiner grünen „Rivalin Lady Urtica dioica“ (große Brennnessel), immer wieder verdrängt wird. Nicht nur was den Ort der Ansiedelung angeht – beide lieben nitratreichen Boden, u.a. in der Nähe von Komposthäufen – sondern auch in der Verwendung als Heil- und Küchenkraut. Als Heilkraut muss er jetzt noch ganz schön Gas geben, da seine Kieselsäure, die er den Damen zur Bindegewebestärkung zur Verfügung stellt, in der Damenszene noch nicht wirklich gegriffen hat. Auch auf seine Unterstützung, was unsere Denkleistung angeht, ist es notwendig, noch extra darauf hinzuweisen.

Und dann ist auch noch Fräulein Stellaria mitten im Geschehen am Teller. Ihr Volksname „Hühnerdarm“ schmeichelt ihr nicht sehr, auch der Name Vogelmiere wird ihrer Bedeutung als Heilkraut nicht gerecht. Ob als Grüngetränk (Smoothie), als Erbsenersatz im Erbsenreis oder einfach nur als Topfen-Brotaufstrich mit Maisgeschmack. Deine Zunge erinnert sich sofort an den Geschmack von jungen Erbsen oder Mais. Dieses zarte, feingegliederte Pflänzchen, das sich nur in qualitativ hochwertigen Böden ansiedelt, ist nicht nur ein Pflaster für geschundene Erde, sondern auch ein Trostbringer für deine Haut. Wieder ist es die Kieselerde, die dich von innen reinigt, deine Haut verjüngt, deine Lunge pflegt. Die Kombination ihrer Inhaltsstoffe, u.a. auch noch Kalium, Vit. C, Mineralien macht dieses „Mitkraut“ zum absoluten Heilkraut. Bei Hildegard von Bingen ist es das erste Mittel bei Verstauchungen. Schnell zusammengerupft aus dem Garten, zerquetschen und als Wickel auflegen. Es profitiert nicht nur dein Wohlbefinden, sondern auch jenes deiner Hühner. Ein Sonntagsschmaus, das kein Huhn verschmäht… und sie danken es dir mit besonders großen Eiern für dein Frühstücksei am Sonntag. Dann kann es schon sein, dass sie Sonntags auch mal zwei legen. Stellarias liebster Platz ist das Gemüsebeet und von dort schaut sie Richtung Sir Henry, den sie um sein Ansehen bei den Menschen beneidet. Wie gerne würde auch sie wieder mehr am grünen Teller Platz finden.

Schauen wir mal was Frau Silene dazu sagt. Sie wiegt ihr glockiges Köpfchen schon hin und her und ihre länglichen bläulich-grünen Blätter winken schon ganz aufgeregt, weil sie spüren, dass endlich Klartext am Teller gesprochen wird. Denn auch Frau Silene vulgaris wird oft als „Mies-Kraut“ angesprochen, da ihr volkstümlicher Name ihr wahres Wesen verschleiert. Taubenkropf-Leimkraut ist zwar ein Zungenbrecher, aber am Gaumen können die Aromen der jungen Blätter und später dann auch jene der Blüten ihre ganze Pracht entfalten. Ob als Blüten-Würzsalz oder als Risotto mit den jungen Blättern. Frau Silene kann der Hausfrau zu einem Stern verhelfen, wenn man sie nur endlich wieder auf einer gesunden farbenfrohen Wiese findet und am Teller wertschätzen könnte. Dass, das Essen mit ihr auch gut verdaut werden kann, dafür sorgt sie mit einem gallenflussanregendem Inhaltsstoff.
Das Positive an diesem Klatsch-Tratsch ist, dass sich alle drei auf diesen veganen Zoo-Teller eingefunden haben und unter der Weisheit von Frau Holle bewusst wurde, dass der Geschmack am Teller gemeinsam noch gaumenfreundlicher wird. Dir lehrt Frau Holle, dass vieles was grün ist auch schmecken kann. 😊

 

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Pflanzenpoesie – Löwenzahn

Taraxacum officinale

Pusteblume—Röhrlsalat
Lebens-ahn im Festornat

Überall siehst du mich stehen,
am Wege, auf Wiesen. im Tale ,auf Höhen.
Noch bevor meine Röhren Erdgaben hochzieh´n
bringen kleine Zahnblätter lebkräftiges Grün.
Ich bringe im Frühling als Erster den Gruß
der erwachenden Erde für Kopf, Hand und Fuß.
Schau wie beweglich die Zacken sich spitzen
um deine schlafenden Sinne zu ritzen
und der Blüte strahlendes Gold im Bilde
spiegelt die Sonne in ihrer Milde
und in ihrer unermüdlichen Kraft
die auch dir immer wieder neu Leben schafft.
Du atmest leicht ein und ebenso aus
und wenn ich entbinde die Samen im Haus
darf sanfter und stärkerer Wind es wagen
mein Geschirm in alle Welt zu tragen.
Schau, meine Schirme über dem Feld –
so beschirme ich dich und die Welt.

Der Schirme Kraft ist erst dann zu fassen
wenn sie sich irgendwo niederlassen,
denn Wind wie Geist weht wo er will,
doch findet jeder sein rechtes Ziel.
Drum, bist du auf Erden gereift zuhaus
Sende auch du deine Schirme aus
Laß auf allen Winden heilsam sie segeln
bekenne : nichts vermagst du zu regeln
auf ihrer Fahrt in die neue Ferne ~
nimm sie ans Herz und habe sie gerne,
sei deiner Früchte Lebens-ahn
sowie ich der Löwenzahn.

 

Dr. Hans Thaler,

Möllbrücke

 

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Weiche Erdbeerzuckerl

Erdbeeren (Fragaria) gehören zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Alle etwa 100 bekannten Gartenerdbeer-Arten entstanden aus der Kreuzung zweier amerikanischer Arten im 18. Jh. Je reifer die Frucht, desto süßer wird sie. Das folgende Rezept schmeckt auch mit Walderdbeeren ausgezeichnet und ist eine feine Nachspreise oder Leckerei zwischendurch.

 

  • 1 große rechteckige Form mit Trennpapier auslegen.
  • 1/2 kg Erdbeeren kurz unter fließendem Wasser waschen, Stängelansätze entfernen.
  • Mit dem Mixstab pürieren.
  • In einem hohen Topf zum kochen bringen.
  • 1/2 kg Gelierzucker (2:1) einrühren, nochmals aufkochen lassen und etwa 5 Minuten sprudelnd kochen.
  • Immer umrühren, damit sich nichts anlegt.
  • Das heiße Fruchtpüree in die Form gießen.
  • So lange kalte stellen, bis das Gelee vollkommen gestockt ist (dauert etwa 3 Std.)
  • Dann stürzen und in kleine Ecke schneiden (oder mit kleinen Förmchen ausstechen, das ist dann übrigens auch eine nette Deko für Torten und Kuchen).
  • Fertig

 

TIPP:

Als Nachspeise dekoriert man das Gelee mit Schlagobert und Pistazien. Will man es länger aufheben, müssen die Geleewürfel in Zucker gewälzt und luftdicht gelagert werden.

 

 

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10 Minuten nur für Dich

Schenke dir selber jeden Tag diese 10 Minuten – Vorschläge von Irmgard Knapp, Tochter von Ignaz Schlifni,

 

Was ist denn überhaupt, die Lebenskraft, die wir so selbstverständlich immerzu brauchen? Ist es der Lichtfunke in jeder einzelnen unserer gesunden Zellen, den Wissenschaftler vor jetzt bereits 30 Jahren unter dem Elektronenmikroskop entdeckt haben? Sind diese elektrischen Lichtfunken in unserem Körper das, was bei uns „Lebensenergie“, bei den Japanern „Hado“, bei den Indern „Prana“ und bei den Chinesen „Chi“ heißt?

Um frische Energie zu tanken braucht man täglich nur wenig Zeit – und die sollte sich jeder von uns nehmen.

1.) WASSER TRINKEN
Aber kein gekühltes aus dem Eisschrank, es soll richtig lauwarmes Wasser sein, zumindest eines, das sich an die Außentemperatur angepasst hat, also etwa 20 Grad besitzt (Wasser in Körpertemperatur soll noch besser sein!). Am besten ist natürlich rechtsdrehendes Wasser, damit macht man die Zellen bereit für ein Mehr an Energie.

2.) DIE SCHWINGÜBUNG MACHEN
Man stellt sich aufrecht hin, wo immer man gerade ist und federt leicht in den Knien, dabei die Arme locker mitschwingen lassen. Wenn der rechte Arm nach vorne schwingt, geht der linke Arm nach hinten. Immer wieder in den Knien federn, mit den dazugehörigen Armbewegungen. Das macht man eine Minute, später zwei oder drei Minuten.

3.) BEWUSST UND TIEF ATMEN
Die Zungenspitze gehört an den Gaumen, denn dann läuft der Energiekreislauf richtig. Den Mund schließen und nur durch die Nase einatmen. Dabei im Geist langsam bis 7 zählen. Jetzt die Luft kurz anhalten, dann wieder ausatmen, ebenfalls durch die Nase und auch dabei im Geist langsam bis 7 zählen. Wiederum kurz anhalten.
Diesen Kreislauf von Einatmen – Innehalten – Ausatmen – Innehalten bis zu 10mal wiederholen, es dauert kaum fünf Minuten.

4.) EINEN BAUM UMARMEN
Das ist das Schönste von allem. Man sucht sich einen kräftigen Baum und lehnt sich an ihn, spürt seine Macht und Stärke, sein verwurzelt sein in der Erde. Das, was bedrückend ist, lässt man hier, das, was lebendig ist, nimmt man mit. Auch unter den Baum setzen, hilft.

5.) MIT SALZ DUSCHEN
Den feuchten Körper mit Salz einreiben und dann einfach warm duschen. Das wirkt wie ein Bad im Meer und nimmt alles mit, was belastet. Es reinigt den Körper von mehr als nur äußerlichen Schmutz.

6.) 10 MINUTEN VOLLKOMMENE STILLE
Nicht reden, nicht zuhören, nicht denken, nichts tun! Wenn die Gedanken trotzdem zudringlich werden, dann lässt man sie weiterziehen, wie Wolken, die der Wind vor sich hertreibt. Am Anfang ist das ganz schön schwierig, mit der Zeit wird es einfach und funktioniert wie von selbst. Diese Meditationszeit gibt innere Kraft und Ruhe, sie klärt den Geist und macht aufnahmebereit.

Diese sechs Punkte, täglich durchgeführt, bringen Gelassenheit und Ausgleich in unser Leben, die persönliche Energie wird um ein Vielfaches höher, wir fühlen uns vital und glücklich.

I r m g a r d

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Kräutergarten Fuschl wurde (wieder)eröffnet

Der FNL-Kräutergarten Fuschl wurde gerstern (wieder)eröffnet – es war ein wunderschöner, entspannter Nachmittag unter Kräuterfreund*innen.
Es wurde gelacht, gelernt und genossen.
 
Der Kräutergarten liegt am Wanderweg (Mühlenweg) vom Fuschler Ortszentrum zur 150 Jahre alten Rumingmühle, einer ehemaligen Mühle, die jetzt als „Schaumühle“ mit Brotbacken (jeweils am Di) und Jausenstation (Di, Do, Fr) genützt wird.
 
Im Kräutergarten gibt es rund 150 ausgewählte Pflanzen zu sehen.
 
Jeden Dienstag und Freitag von 14.00 – 17.00 Uhr werden von Mitte Mai bis Ende September kostenlos Führungen durch den Kräutergarten angeboten.
Am Dienstag wird zusätzlich mit heimischen Kräutern und Harzen geräuchert.
 
Herzlichen Dank liebe Elfriede Zambelli für die Fotos!
    
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