DIY Räucherfächer

 

Räuchern ist ein schönes Hobby und so vielseitig. Dazu ist es hilfreich, wenn man eine Feder oder Räucherfeder besitzt, um den Rauch etwas besser zu verteilen. Aber auch um die Kohle oder Glut ein klein wenig anzufachen, wenn es nötig sein sollte. Natürlich kannst du solche Federn kaufen, aber ein Räucherwedel selbstgemacht noch dazu aus Federn, die du selbst gefunden hast, ist schon etwas ganz Besonderes. Du kannst so eine Bastelarbeit auch gut mit Kindern machen. Denn als erstes musst du Federn sammeln und das kann schon ein bisschen dauern. Du kannst auch Nachbarn oder Freunde fragen ob sie dir welche sammeln, sollten sie beim Wandern oder Spazieren gehen welche finden. Weiters brauchst du ein schönes Holz. Es sollte dir gefallen und dich ansprechen, wenn du es findest. Wir haben hier hin und wieder schönes Schwemmholz welches sich hervorragend dafür eignet. Beim Sattler habe ich mir ein paar Lederstücke geholt. Diese sind für alle möglichen Basteleien zu gebrauchen.

Nun brauchst du noch Basteldraht und eine Zange. Mit dem Draht wickelst du nun deine drapierten Federn fest um den Holzstab. Anschließend legst du ein Stück Leder über die Federenden/Holzstab und mit einer Schnur oder einem Draht bindest du das Leder fest. Wir haben noch schöne Halbedelsteine aufgeklebt. Du kannst auch eine Blume des Lebens oder sonst etwas Schönes verwenden. Und schon ist dein handgefertigter ganz persönlicher Räucherfächer fertig.

Er eignet sich wunderbar für eine Raumheilung, Hausräucherung etc.

Tipp: wir suchen den ganzen Sommer über Federn oder etwas Schwemmholz damit unser Räucherfächer im Herbst fertig ist. In Tierparks oder Parkanlagen findet man auch hin und wieder schöne Federn.

© Marlies Schneider, Dipl. Kräuterexpertin FNL

 

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Klatsch & Tratsch aus dem Wiesen-Zoo

Vergnüglich-Lehrsames über köstliche Kräuter von FNL-Referentinnen Ulrike Baldessarini & Ulrike Möderndorfer

Was hat es auf sich, dass sich Sir Bonus Henry und Frau Holle gemeinsam mit Hühnerdarm und Taubenkropf unter dem Motto „veganer Teller“ treffen?

Nach intensiven Recherchen in höchsten Pflanzenkreisen sind ein paar Fakten durchgesickert, die endlich auch das Volk wissen soll, um sie im Alltag einbauen zu können.
Sir Bonus Henry hat sich schon immer sehr wohl in Menschennähe gefühlt. Vor allem den Frauen ist er sehr zugetan, wenn sie ihm Beachtung schenken.
Sir Henry hat auch noch einen zweiten Namen unter dem er bei so mancher Kräuterfrau bekannt ist, nämlich „Guter Heinrich“. Auch bei den Adeligen ist er sehr angesehen, aber hier unter seinem „richtigen“ Namen „Blitum Bonus henricus“ aus der Familie der Amaranthaceae.
Jetzt ist seine Zeit gekommen, dass er sich zu Erkennen zeigt. Seine grüne Zipfelmütze sitzt auf einem Stängel, der mit gänsefußähnlichen Blättern umgeben ist. Das Berühren der Pflanze,die sich körnig mehlig anfühlen, das liebevolle darüberstreichen hinterlässt Spuren auf deiner Hand.
Vielleicht momentan etwas irritierend, aber am Teller als Spinat oder als Insider-Tipp für leidenschaftslose Spinatesser, kross mit etwas Öl oder Butterschmalz (noch besser) geschwenkt, ein Leckerbissen der Sonderklasse.
Seinen Namen „Guter Heinrich“ muss er immer wieder unter Beweis stellen, da er von seiner grünen „Rivalin Lady Urtica dioica“ (große Brennnessel), immer wieder verdrängt wird. Nicht nur was den Ort der Ansiedelung angeht – beide lieben nitratreichen Boden, u.a. in der Nähe von Komposthäufen – sondern auch in der Verwendung als Heil- und Küchenkraut. Als Heilkraut muss er jetzt noch ganz schön Gas geben, da seine Kieselsäure, die er den Damen zur Bindegewebestärkung zur Verfügung stellt, in der Damenszene noch nicht wirklich gegriffen hat. Auch auf seine Unterstützung, was unsere Denkleistung angeht, ist es notwendig, noch extra darauf hinzuweisen.

Und dann ist auch noch Fräulein Stellaria mitten im Geschehen am Teller. Ihr Volksname „Hühnerdarm“ schmeichelt ihr nicht sehr, auch der Name Vogelmiere wird ihrer Bedeutung als Heilkraut nicht gerecht. Ob als Grüngetränk (Smoothie), als Erbsenersatz im Erbsenreis oder einfach nur als Topfen-Brotaufstrich mit Maisgeschmack. Deine Zunge erinnert sich sofort an den Geschmack von jungen Erbsen oder Mais. Dieses zarte, feingegliederte Pflänzchen, das sich nur in qualitativ hochwertigen Böden ansiedelt, ist nicht nur ein Pflaster für geschundene Erde, sondern auch ein Trostbringer für deine Haut. Wieder ist es die Kieselerde, die dich von innen reinigt, deine Haut verjüngt, deine Lunge pflegt. Die Kombination ihrer Inhaltsstoffe, u.a. auch noch Kalium, Vit. C, Mineralien macht dieses „Mitkraut“ zum absoluten Heilkraut. Bei Hildegard von Bingen ist es das erste Mittel bei Verstauchungen. Schnell zusammengerupft aus dem Garten, zerquetschen und als Wickel auflegen. Es profitiert nicht nur dein Wohlbefinden, sondern auch jenes deiner Hühner. Ein Sonntagsschmaus, das kein Huhn verschmäht… und sie danken es dir mit besonders großen Eiern für dein Frühstücksei am Sonntag. Dann kann es schon sein, dass sie Sonntags auch mal zwei legen. Stellarias liebster Platz ist das Gemüsebeet und von dort schaut sie Richtung Sir Henry, den sie um sein Ansehen bei den Menschen beneidet. Wie gerne würde auch sie wieder mehr am grünen Teller Platz finden.

Schauen wir mal was Frau Silene dazu sagt. Sie wiegt ihr glockiges Köpfchen schon hin und her und ihre länglichen bläulich-grünen Blätter winken schon ganz aufgeregt, weil sie spüren, dass endlich Klartext am Teller gesprochen wird. Denn auch Frau Silene vulgaris wird oft als „Mies-Kraut“ angesprochen, da ihr volkstümlicher Name ihr wahres Wesen verschleiert. Taubenkropf-Leimkraut ist zwar ein Zungenbrecher, aber am Gaumen können die Aromen der jungen Blätter und später dann auch jene der Blüten ihre ganze Pracht entfalten. Ob als Blüten-Würzsalz oder als Risotto mit den jungen Blättern. Frau Silene kann der Hausfrau zu einem Stern verhelfen, wenn man sie nur endlich wieder auf einer gesunden farbenfrohen Wiese findet und am Teller wertschätzen könnte. Dass, das Essen mit ihr auch gut verdaut werden kann, dafür sorgt sie mit einem gallenflussanregendem Inhaltsstoff.
Das Positive an diesem Klatsch-Tratsch ist, dass sich alle drei auf diesen veganen Zoo-Teller eingefunden haben und unter der Weisheit von Frau Holle bewusst wurde, dass der Geschmack am Teller gemeinsam noch gaumenfreundlicher wird. Dir lehrt Frau Holle, dass vieles was grün ist auch schmecken kann. 😊

 

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Pflanzenpoesie – Löwenzahn

Taraxacum officinale

Pusteblume—Röhrlsalat
Lebens-ahn im Festornat

Überall siehst du mich stehen,
am Wege, auf Wiesen. im Tale ,auf Höhen.
Noch bevor meine Röhren Erdgaben hochzieh´n
bringen kleine Zahnblätter lebkräftiges Grün.
Ich bringe im Frühling als Erster den Gruß
der erwachenden Erde für Kopf, Hand und Fuß.
Schau wie beweglich die Zacken sich spitzen
um deine schlafenden Sinne zu ritzen
und der Blüte strahlendes Gold im Bilde
spiegelt die Sonne in ihrer Milde
und in ihrer unermüdlichen Kraft
die auch dir immer wieder neu Leben schafft.
Du atmest leicht ein und ebenso aus
und wenn ich entbinde die Samen im Haus
darf sanfter und stärkerer Wind es wagen
mein Geschirm in alle Welt zu tragen.
Schau, meine Schirme über dem Feld –
so beschirme ich dich und die Welt.

Der Schirme Kraft ist erst dann zu fassen
wenn sie sich irgendwo niederlassen,
denn Wind wie Geist weht wo er will,
doch findet jeder sein rechtes Ziel.
Drum, bist du auf Erden gereift zuhaus
Sende auch du deine Schirme aus
Laß auf allen Winden heilsam sie segeln
bekenne : nichts vermagst du zu regeln
auf ihrer Fahrt in die neue Ferne ~
nimm sie ans Herz und habe sie gerne,
sei deiner Früchte Lebens-ahn
sowie ich der Löwenzahn.

 

Dr. Hans Thaler,

Möllbrücke

 

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Weiche Erdbeerzuckerl

Erdbeeren (Fragaria) gehören zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Alle etwa 100 bekannten Gartenerdbeer-Arten entstanden aus der Kreuzung zweier amerikanischer Arten im 18. Jh. Je reifer die Frucht, desto süßer wird sie. Das folgende Rezept schmeckt auch mit Walderdbeeren ausgezeichnet und ist eine feine Nachspreise oder Leckerei zwischendurch.

 

  • 1 große rechteckige Form mit Trennpapier auslegen.
  • 1/2 kg Erdbeeren kurz unter fließendem Wasser waschen, Stängelansätze entfernen.
  • Mit dem Mixstab pürieren.
  • In einem hohen Topf zum kochen bringen.
  • 1/2 kg Gelierzucker (2:1) einrühren, nochmals aufkochen lassen und etwa 5 Minuten sprudelnd kochen.
  • Immer umrühren, damit sich nichts anlegt.
  • Das heiße Fruchtpüree in die Form gießen.
  • So lange kalte stellen, bis das Gelee vollkommen gestockt ist (dauert etwa 3 Std.)
  • Dann stürzen und in kleine Ecke schneiden (oder mit kleinen Förmchen ausstechen, das ist dann übrigens auch eine nette Deko für Torten und Kuchen).
  • Fertig

 

TIPP:

Als Nachspeise dekoriert man das Gelee mit Schlagobert und Pistazien. Will man es länger aufheben, müssen die Geleewürfel in Zucker gewälzt und luftdicht gelagert werden.

 

 

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10 Minuten nur für Dich

Schenke dir selber jeden Tag diese 10 Minuten – Vorschläge von Irmgard Knapp, Tochter von Ignaz Schlifni,

 

Was ist denn überhaupt, die Lebenskraft, die wir so selbstverständlich immerzu brauchen? Ist es der Lichtfunke in jeder einzelnen unserer gesunden Zellen, den Wissenschaftler vor jetzt bereits 30 Jahren unter dem Elektronenmikroskop entdeckt haben? Sind diese elektrischen Lichtfunken in unserem Körper das, was bei uns „Lebensenergie“, bei den Japanern „Hado“, bei den Indern „Prana“ und bei den Chinesen „Chi“ heißt?

Um frische Energie zu tanken braucht man täglich nur wenig Zeit – und die sollte sich jeder von uns nehmen.

1.) WASSER TRINKEN
Aber kein gekühltes aus dem Eisschrank, es soll richtig lauwarmes Wasser sein, zumindest eines, das sich an die Außentemperatur angepasst hat, also etwa 20 Grad besitzt (Wasser in Körpertemperatur soll noch besser sein!). Am besten ist natürlich rechtsdrehendes Wasser, damit macht man die Zellen bereit für ein Mehr an Energie.

2.) DIE SCHWINGÜBUNG MACHEN
Man stellt sich aufrecht hin, wo immer man gerade ist und federt leicht in den Knien, dabei die Arme locker mitschwingen lassen. Wenn der rechte Arm nach vorne schwingt, geht der linke Arm nach hinten. Immer wieder in den Knien federn, mit den dazugehörigen Armbewegungen. Das macht man eine Minute, später zwei oder drei Minuten.

3.) BEWUSST UND TIEF ATMEN
Die Zungenspitze gehört an den Gaumen, denn dann läuft der Energiekreislauf richtig. Den Mund schließen und nur durch die Nase einatmen. Dabei im Geist langsam bis 7 zählen. Jetzt die Luft kurz anhalten, dann wieder ausatmen, ebenfalls durch die Nase und auch dabei im Geist langsam bis 7 zählen. Wiederum kurz anhalten.
Diesen Kreislauf von Einatmen – Innehalten – Ausatmen – Innehalten bis zu 10mal wiederholen, es dauert kaum fünf Minuten.

4.) EINEN BAUM UMARMEN
Das ist das Schönste von allem. Man sucht sich einen kräftigen Baum und lehnt sich an ihn, spürt seine Macht und Stärke, sein verwurzelt sein in der Erde. Das, was bedrückend ist, lässt man hier, das, was lebendig ist, nimmt man mit. Auch unter den Baum setzen, hilft.

5.) MIT SALZ DUSCHEN
Den feuchten Körper mit Salz einreiben und dann einfach warm duschen. Das wirkt wie ein Bad im Meer und nimmt alles mit, was belastet. Es reinigt den Körper von mehr als nur äußerlichen Schmutz.

6.) 10 MINUTEN VOLLKOMMENE STILLE
Nicht reden, nicht zuhören, nicht denken, nichts tun! Wenn die Gedanken trotzdem zudringlich werden, dann lässt man sie weiterziehen, wie Wolken, die der Wind vor sich hertreibt. Am Anfang ist das ganz schön schwierig, mit der Zeit wird es einfach und funktioniert wie von selbst. Diese Meditationszeit gibt innere Kraft und Ruhe, sie klärt den Geist und macht aufnahmebereit.

Diese sechs Punkte, täglich durchgeführt, bringen Gelassenheit und Ausgleich in unser Leben, die persönliche Energie wird um ein Vielfaches höher, wir fühlen uns vital und glücklich.

I r m g a r d

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Kräutergarten Fuschl wurde (wieder)eröffnet

Der FNL-Kräutergarten Fuschl wurde gerstern (wieder)eröffnet – es war ein wunderschöner, entspannter Nachmittag unter Kräuterfreund*innen.
Es wurde gelacht, gelernt und genossen.
 
Der Kräutergarten liegt am Wanderweg (Mühlenweg) vom Fuschler Ortszentrum zur 150 Jahre alten Rumingmühle, einer ehemaligen Mühle, die jetzt als „Schaumühle“ mit Brotbacken (jeweils am Di) und Jausenstation (Di, Do, Fr) genützt wird.
 
Im Kräutergarten gibt es rund 150 ausgewählte Pflanzen zu sehen.
 
Jeden Dienstag und Freitag von 14.00 – 17.00 Uhr werden von Mitte Mai bis Ende September kostenlos Führungen durch den Kräutergarten angeboten.
Am Dienstag wird zusätzlich mit heimischen Kräutern und Harzen geräuchert.
 
Herzlichen Dank liebe Elfriede Zambelli für die Fotos!
    
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Butternuss (Juglans cinerea) – Kniesalbe

Nachdem im vorigen Jahr unser Bericht über die Butternuss so viel Resonanz hervorgerufen hat, veröffentlichen wir heute auch nochmal online das Rezept für die Kniesalbe – für alle, die das voriges Jahr verpasst haben.

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4 Pflanzen aus deinem Garten für dein grünes Immunsystem

Unsere Referentinnen haben einen tollen Blogartikel für lernleben.at geschrieben, den wir hier heute auch veröffentlichen dürfen. Vielen Dank dafür!
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Das Teevermächtnis Ignaz Schlifnis

Bi-Bre-Ha-Jo-Scha-Scha… einigen FNLern werden die Kürzel wohl bekannt sein – es ist die Grundmischung für die Schlifi-Tees.
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